Wer Japanisch tippen üben will, wandelt meist Sätze oder Wortlisten mit einer IME um. Im Web-Spiel von K-jihacheol wählst du stattdessen eine Linie in Tokio oder Osaka im Modus Landessprache und gibst echte Stationsnamen ein, die du per IME in Kanji und Kana umwandelst. Katakana und Hiragana werden als dieselben Zeichen gewertet, und im Modus Englisch darfst du sogar die Kana-Lesung ohne Umwandlung eintippen – so wählst du selbst, worauf du dich konzentrierst. Nebenbei lernst du Stationsnamen für deine nächste Reise. Ohne Installation und Registrierung startest du direkt im Browser, auch für kurze Übungseinheiten.
Im Modus Landessprache Kanji und Kana eingeben
Wählst du eine Linie in Tokio im Modus Landessprache, erscheinen Stationsnamen in Kanji wie 東京 oder 上野. Unter der aktuellen Station steht die Lesung in lateinischer Umschrift, etwa Tokyo oder Ueno. Auch wenn du die Kanji nicht lesen kannst, tippst du diese Lesung in eine japanische IME und wandelst sie in genau die Kanji um, die auf dem Bildschirm stehen. Die aktuelle Station erscheint wie auf einem Stationsschild, zusammen mit der vorherigen und der nächsten, sodass du den Überblick behältst. Weil du einen kurzen Blick auf die Kanji der nächsten Station werfen kannst, bist du vorbereitet, bevor ein unbekanntes Zeichen kommt.
Die Yamanote-Linie hat 30 Stationen und ist damit genau richtig lang, um Kanji und Kana gemeinsam zu üben. Von 東京 über 神田 bis 秋葉原 wechseln sich vertraute und unbekannte Kanji ab. Da es eine Ringlinie ist, begegnen dir auf einer Runde ganz unterschiedliche Kanji. Sind dir 30 Stationen auf einmal zu viel, tippe zunächst nur die Hälfte und mach beim nächsten Mal weiter.
Die Uhr startet mit dem ersten Zeichen, und bei einer richtigen Antwort geht es ohne Enter automatisch zur nächsten Station. So reißt der Kreislauf aus Lesung ablesen, eintippen und in Kanji umwandeln nicht ab. Da du die vorherige und die nächste Station siehst, kannst du dich auf das nächste Kanji schon einstellen.
Hiragana und Katakana gelten als dieselben Zeichen
Auf japanischen Linien werden Katakana und Hiragana als dieselben Zeichen gewertet. Was als richtige Antwort gilt, hängt aber von der Eingabesprache ab. Im Modus Landessprache ist die Antwort der Stationsname genau so, wie er angezeigt wird – 東京 musst du also in die Kanji 東京 umwandeln. Im Modus Englisch werden dagegen sowohl die Umschrift wie Tokyo als auch die Kana-Lesung wie とうきょう akzeptiert. Leerzeichen und Zeichen wie Bindestriche werden in beiden Modi ignoriert, sodass du dich auf Aussprache und Schreibung konzentrieren kannst.
Willst du also die IME-Umwandlung üben, nimm den Modus Landessprache; willst du dich ohne Umwandlung ganz auf die Kana-Eingabe konzentrieren, nimm den Modus Englisch. Dort darfst du Hiragana mit einer japanischen IME eingeben und ohne Kanji-Umwandlung bestätigen, und es zählt trotzdem als richtig – mit Katakana ebenso. Bei einer richtigen Antwort geht es ohne Enter weiter; drückst du bei einer falschen Antwort Enter, wird ein Fehler gezählt und das Feld geleert, und du tippst einfach in Ruhe noch einmal.
Im Modus Landessprache zählt bloßes Hiragana nicht, das Auswählen der richtigen Kanji aus den Umwandlungsvorschlägen gehört also zur Übung. Je nachdem, welche Gewohnheit du aufbauen willst – schnelle Kana-Eingabe oder genaue Kanji-Umwandlung –, wählst du einfach den passenden Modus.
Ungewohnte Kanji auf den Linien in Osaka
Auf der Midosuji-Linie in Osaka gibt es kurze Kanji-Namen wie 江坂, deren Lesung einem nicht sofort einfällt. Unter der aktuellen Station steht die Lesung Esaka, du tippst also えさか ein und wandelst es in 江坂 um. Mit 20 Stationen lässt sich die Midosuji-Linie auch in kurzer Zeit komplett durchspielen. Achte in den ersten Runden nicht auf die Uhr, sondern darauf, aus den Umwandlungsvorschlägen nacheinander das richtige Kanji zu wählen.
Namen mit vertrauten Kanji wie 新大阪 sind ebenfalls dabei, sodass sich unbekannte und bekannte Kanji abwechseln. Genau dieses Muster begegnet dir auch beim Lesen von Schildern auf Reisen. Bei einem fremden Kanji nicht nervös zu werden, sondern in Ruhe zuerst die Lesung zu prüfen, entscheidet am Ende über dein Tempo. Spielst du dieselbe Linie mehrmals durch, werden anfangs fremde Kanji ganz von selbst vertraut.
Neben der Midosuji-Linie gibt es in Osaka weitere Linien, auf denen du kurze und lange Kanji-Namen übst und dein Gespür für unbekannte Zeichen erweiterst. Weil die Lesung immer mit angezeigt wird, kannst du auch bei einem Kanji, das du zum ersten Mal siehst, einfach weitertippen.
Mit dem Romaji-Modus einen Gang zurückschalten
Ist dir die Eingabe von Kanji und Kana noch zu anstrengend, stell die Sprache auf Englisch (Romaji) um. Dieselben Stationen erscheinen dann als Tokyo, Ueno oder Akihabara, sodass du zuerst die Aussprache lernst und danach in den Modus Landessprache zurückkehrst. Die Umschrift besteht nur aus lateinischen Buchstaben und ist damit die beste erste Stufe für alle, denen Kanji und Kana noch Respekt einflößen. Hast du die Aussprache verinnerlicht, erkennst du im Modus Landessprache die Lesungen viel schneller.
Wenn du die Aussprache im Romaji-Modus beherrschst, erkennst du nach der Rückkehr in den Modus Landessprache die Kana-Schreibweisen schneller. Wechselst du zwischen beiden Modi, kannst du dich auch ohne Kanji-Kenntnisse von der Lesung her nähern. Selbst Linien, die dir anfangs schwer erschienen, spielst du so bald entspannt durch.
Da du die Sprache in der Linienauswahl und oben im Spielbildschirm sofort umstellen kannst, lässt sich auch mitten auf einer Linie kurz in den Romaji-Modus wechseln, wenn du feststeckst, und danach zurück in den Modus Landessprache. So gibst du nicht auf, sondern bringst die Linie bis zum Ende.
- Modus Landessprache: in die angezeigten Kanji/Kana umwandeln
- Modus Englisch: Umschrift oder Kana-Lesung eingeben
- Modus Koreanisch: koreanische Umschrift in Hangul eingeben
Die Aussprache zuerst im Modus Koreanisch kennenlernen
Die Linien in Tokio und Osaka unterstützen auch den Modus Koreanisch. 東京 erscheint dort als 도쿄 und 上野 als 우에노, also in koreanischer Umschrift – wer Koreanisch lernt, übt so japanische Ortsnamen in Hangul. Hast du eine Reise mit koreanischen Freunden vor, erfährst du nebenbei, wie die Namen auf Koreanisch klingen. Für alle anderen sind Romaji und Landessprache meist der direktere Weg.
Steigerst du dich vom Modus Koreanisch über Romaji bis zur Landessprache, ist das deutlich entspannter, als gleich mit Kanji zu beginnen. Alle drei Modi lassen sich in der Linienauswahl und oben im Spielbildschirm sofort umstellen. Du musst nicht alle drei Stufen durchlaufen, sondern kannst nur die üben, die du brauchst. Die passende Reihenfolge für dich zu finden, ist der Schlüssel, um lange Freude am Spiel zu haben.
Kennst du die Aussprache schon aus einem anderen Modus, kannst du sie im Modus Landessprache mit Lauten verknüpfen, die du bereits im Ohr hast – das macht das Erkennen der Kana spürbar leichter.
Warum japanische Linien schwerer sind als andere
Auf japanischen Linien musst du Kana in Kanji umwandeln, daher fühlen sie sich meist schwerer an als Linien anderer Länder. Die Linien in Tokio reichen von 14 bis 38 Stationen, in Osaka von 10 bis 26 – bei der Linienwahl kannst du den Schwierigkeitsgrad also gut steuern. Nach der Stationszahl lassen sie sich in Einsteiger (bis 20), Mittel (21–35) und Fortgeschritten (ab 36) einteilen, sodass du die Linien beider Städte zum Steigern kombinieren kannst.
Für den Einstieg empfehlen wir eine kurze Linie in Osaka, um dich an den Wechsel zwischen Kana und Kanji zu gewöhnen, und danach längere Linien wie die Yamanote-Linie mit 30 Stationen. Langsames Steigern senkt die Fehlerzahl und erhöht die Chance, eine Linie durchzuspielen, mehr als ein direkter Sprung zu schweren Linien. Gehst du Stufe für Stufe voran, wirkt später keine Linie mehr einschüchternd.
Selbst bei gleicher Stationszahl kann die Schwierigkeit je nach Kanji unterschiedlich wirken. Richte dich bei der Wahl also nicht nur nach der Stationszahl, sondern auch nach deinem Eindruck aus ein paar Versuchen.
- Linien in Tokio: 14–38 Stationen (Yamanote-Linie 30)
- Linien in Osaka: 10–26 Stationen
- Schwierigkeit: Einsteiger bis 20, Mittel 21–35, Fortgeschritten ab 36
Dein Umwandlungstempo an den Werten ablesen
Nach dem Durchspielen siehst du Zeit, ZPM, Fehler und deinen Bestwert für die Linie. Auf japanischen Linien lohnt es sich, eher auf die Entwicklung der Fehler als auf das Tempo zu achten. Patzt du immer wieder bei bestimmten Kanji, merke dir die Lesung dieser Stationen gesondert. Ein Fehler zählt nur, wenn du bei falscher Eingabe Enter drückst – so kannst du auch nach dem Durchspielen nachvollziehen, wo du hängen geblieben bist.
Wiederholst du dieselbe Linie mehrmals im Modus Landessprache, siehst du an deinen Werten, wie fremde Kanji vertraut werden und die Fehler zurückgehen. Die Werte werden nur im Browser gespeichert und nicht an einen Server gesendet. Bei jeder Verbesserung erscheint „Neuer Rekord!“, und der Vergleich mit dir selbst macht zusätzlich Spaß.
Vergleichst du deine Zeiten in den Modi Koreanisch oder Romaji mit denen im Modus Landessprache, erkennst du, auf welcher Stufe du am meisten Zeit brauchst.
Stationsnamen vor der Reise lernen
Steht eine Reise nach Tokio oder Osaka an, wähle die Linien, die du tatsächlich fahren wirst, und tippe sie ein paar Mal im Modus Landessprache. Prägst du dir Namen wie 東京, 上野 oder 秋葉原 vorher ein, wirken die Schilder vor Ort nicht mehr fremd. Gibt es eine Linie, die du von Hotel oder Flughafen aus oft nutzen wirst, übe sie zuerst. Schon kurze tägliche Runden reichen, um bis zur Abreise mehrere Linien kennenzulernen.
Beachte aber: Das Spiel liefert keine echten Umsteigeinformationen oder Fahrpläne. Nutze es, um Stationsnamen mit Augen und Händen zu verinnerlichen, und prüfe die tatsächliche Route über die Informationen vor Ort. Das Üben ist nur eine Vorbereitung, um mit den Namen vertraut zu werden. Prüfst du zusätzlich Liniennetzpläne und Durchsagen vor Ort, erkennst du die geübten Namen auf der Reise sicher wieder.
Übst du in den Tagen vor dem Abflug regelmäßig, auch nur kurz, wirken Durchsagen und Kanji auf Schildern vor Ort nicht mehr völlig fremd.
Zwischen den drei Modi wechseln und dranbleiben
Wiederhole diese Reihenfolge: Starte eine Linie im Modus Koreanisch oder Englisch, um die Aussprache zu lernen, und tippe sie dann im Modus Landessprache mit Kanji und Kana. Über diese Stufen wirst du entspannter besser, als wenn du nur auf den Modus Landessprache setzt. Da alle Modi dieselbe Bewertungslogik nutzen, kannst du deine Werte direkt vergleichen.
Wechselst du von Osaka nach Tokio oder umgekehrt, überträgst du dieselbe Lernmethode auf andere Stationsnamen. Schau dir nach jedem Durchgang deine Werte an und entscheide dann, welche Linie als Nächstes dran ist. Gehst du regelmäßig mehrere Linien durch, wird die anfangs ungewohnte Kanji-Umwandlung nach und nach zur Routine.
Bist du mit dem Wechsel zwischen den drei Modi vertraut, spielst du Linien irgendwann auch allein im Modus Landessprache entspannt durch. Dann begegnest du Kanji-Stationsnamen auch auf der Reise viel gelassener.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich die japanischen Linien spielen, ohne Kanji lesen zu können?
Ja. Unter der aktuellen Station steht die Lesung in Umschrift. Tippe diese Aussprache in eine japanische IME und wandle sie in die angezeigten Kanji um. Für den Anfang kannst du die Aussprache auch zuerst im Modus Englisch üben.
Zählt es, wenn ich Katakana statt Hiragana eingebe?
Ja. Auf japanischen Linien werden Hiragana und Katakana als dieselben Zeichen gewertet.
Ist es richtig, wenn ich in der IME ohne Kanji-Umwandlung bestätige?
Im Modus Landessprache musst du in die angezeigten Kanji umwandeln. Im Modus Englisch wird die Kana-Lesung wie とうきょう auch unverändert als richtig gewertet.
Soll ich mit Tokio oder mit Osaka anfangen?
Osaka hat mit 10 bis 26 Stationen viele eher kurze Linien und eignet sich gut zum Einstieg. Bist du sicherer, wechsle zur Yamanote-Linie in Tokio mit 30 Stationen.
Hilft es wirklich, Stationsnamen vor der Reise zu lernen?
Kennst du die Namen schon, wirken Schilder vor Ort weniger fremd. Echte Umsteige- und Fahrplaninformationen musst du aber separat über die Informationen vor Ort prüfen.
Linien für dein Japanisch-Tipptraining
Über die folgenden Links wählst du Linien in Tokio und Osaka und übst im Modus Landessprache.